Herr Priv.-Doz. Dr. Quentin, stellen Sie sich uns und unseren Lesern gerne einmal kurz vor. Wie war Ihr Weg zum Facharzt für Radiologie?

Herr Priv.-Doz. Dr. med. Michael Quentin:
Zur Medizin bin ich über Umwege über eine Ausbildung zum Bankkaufmann und eine Tätigkeit in einer EDV-Abteilung gekommen. Das Studium hat meinen vielseitigen Interessen entsprochen und meiner Freude an einer sinnstiftenden Tätigkeit. Weiterhin bilde ich mich regelmäßig auch außerhalb meines Fachgebiets fort, z.B. in meiner 1-jähringen Weiterbildung als systemischer Coach. Als Radiologe begeistert mich, dass man mit Kolleg:innen aus verschiedensten Fächern zusammenarbeitet und so zu sagen detektivisch auf der Suche nach einer Lösung für das Problem der Patientin oder des Patienten ist. Insofern ist Radiologie für mich immer auch befriedigend, weil die Patientin oder der Patient als Mensch mit seinem Anliegen im Mittelpunkt steht.

Wie sind Sie zu dem Schwerpunkt Prostata gekommen? Was macht das Gebiet besonders spannend für Sie?

Herr Priv.-Doz. Dr. med. Michael Quentin:
Mit der Prostata-MRT habe ich mich sehr intensiv im Rahmen einer Habilitation beschäftigt und somit viel geforscht und publiziert sowie zahlreiche Vorträge gehalten. In den letzten Jahren habe ich mit zwei Kollegen, die meine Leidenschaft für das Thema teilen, zahlreiche hervorragend evaluierte Fortbildungen für Ärzt:innen durchgeführt, ein Lehrbuch verfasst und an den Empfehlungen der Röntgengesellschaft zur Prostata-MRT mitgewirkt. Mein zentrales Ziel ist es die Qualität der relativ jungen Methode deutschlandweit nach vorne zu bringen. Für mich ist besonders spannend, dass die MRT die erste Methode ist, die ein Prostatakarzinom (Tumor der Prostata) extrem gut visualisieren kann und so eine wirklich gezielte Probe entnommen werden kann.

Worum handelt es sich bei einer mpMRT der Prostata?

Herr Priv.-Doz. Dr. med. Michael Quentin:
Die mpMRT ist eine relativ neue MRT Methode, die aufgrund der Defizite der klassischen Diagnostik des Prostatakarzinoms eine sehr weitere Verbreitung erfahren hat. Die mpMRT kombiniert dabei anatomische Bildgebung mit sogenannter funktioneller Bildgebung (Diffusion und Perfusion) um eine hohe diagnostische Sicherheit zu erlangen. Die Untersuchung ist damit eine etwas komplexere aber damit auch spannendere Untersuchung.

Wann ist eine Untersuchung der Prostata im MRT sinnvoll?

Herr Priv.-Doz. Dr. med. Michael Quentin:
Die multiparametrische Prostata MRT hat einen stetig zunehmenden Stellenwert in der urologischen Leitlinie „Prostatakarzinom“. Bei Verdacht auf einen Tumor der Prostata z.B. bei erhöhtem PSA-Wert in der Blutuntersuchung, sollte eine MRT bereits vor der ersten Probeentnahme (Biopsie) durchgeführt werden. Nach einer negativen Biopsie und weiter bestehenden Tumorverdacht, soll eine MRT durchgeführt werden. Die MRT kann auch im Rahmen der Therapie und nach Therapie bei Verdacht auf ein Rezidiv eingesetzt werden.

Wie sicher sind die Diagnosen im MRT auch im Vergleich mit anderen Untersuchungen, wie z.b. der Bestimmung des PSA-Werts?

Herr Priv.-Doz. Dr. med. Michael Quentin:
Stellen Sie sich vor, Sie haben einen hohen PSA-Wert und zur Abklärung wurde bei Ihnen eine systematische Biopsie der Prostata durchgeführt. Ist diese nun negativ, wissen Sie nicht, ob Sie wirklich keinen Tumor haben oder die Biopsie den Tumor schlicht verpasst hat. Eine sehr unbefriedigende Situation. Hier hat die MRT klare Vorteile. Die MRT hat einen extrem hohen negativ prädiktiven Wert, kann also einen aggressiven Tumor mit hoher Sicherheit auszuschließen. Dies können Sie mit keiner anderen urologischen Methode erreichen.

Kann man überall eine Prostata-MRT durchführen lassen?

Herr Priv.-Doz. Dr. med. Michael Quentin:
Prinzipiell kann man an einem modernen MRT Gerät nahezu überall eine Prostata MRT durchführen lassen. Empfehlenswert sind Geräte mit hoher Feldstärke (3-Tesla). Darüber hinaus sollten die Protokoll-Empfehlungen der Röntgengesellschaft zur Prostata-MRT umgesetzt werden. Schlussendlich hängt aber die Qualität des Befundes neben diesen technischen Aspekten entschieden von der Erfahrung des Radiologen ab. Um also die Antwort zu konkretisieren, prinzipiell kann man die Untersuchung gut dort durchführen lassen, wo die entsprechende Erfahrung vorhanden ist.

Herr Priv.-Doz. Dr. Quentin, Sie sind das neue Gesicht bei Radiologie3. Was bewog Sie als Experte mit umfangreicher Expertise am nexmed Konzept teilzunehmen?

Herr Priv.-Doz. Dr. med. Michael Quentin:
Das nexmed Konzept begeistert mich, da ich mich als Arzt auf meine Kernkompetenz konzentrieren kann und das ist die qualitativ hochwertige Versorgung meiner Patientinnen und Patienten. Nexmed bietet mir die Möglichkeit meine Tätigkeit in einer professionellen, exklusiven Umgebung bei gleichzeitig exzellenter modernster Geräteausstattung anzubieten. Darüber hinaus bleibt genug Zeit für ausführliche und persönliche Gespräche mit meinen Patient:innen, was gerade auch als Radiologe zentraler Pfeiler meines ärztlichen Anspruches ist.

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